Pressenews

20 JAHRE NACH 9/11: IST UNS DAS TATSÄCHLICHE AUSMASS DER VERHEERENDEN FOLGEN BEWUSST?

Begleitausstellung zum Ausstellungsobjekt NEW YORK 9/11 im Panometer Leipzig
Panoramabild der Ausstellung NEW YORK 9/11 im Panometer Leipzig

Eröffnung der neuen Ausstellung NEW YORK 9/11 am 9. April 2022 im Panometer Leipzig

Auch 20 Jahre später erinnert sich jeder, der damals alt genug war, an die Ereignisse des 11. September 2001. Doch ist uns auch gänzlich bewusst, welche weitreichenden Folgen der Schicksalstag mit sich zog und sich nach wie vor auf unsere Gegenwart auswirkt? Während
wir die Nachwirkungen meist nur wie ein entferntes Medienecho wahrnehmen, sind diese für die Opfer der Anschläge und insbesondere der darauffolgenden Kriege nach wie vor bittere Realität. Selten führten Ereignisse eines einzigen Tages zu dermaßen gravierenden
Nachwirkungen.

Yadegar Asisis neues Ausstellungsprojekt NEW YORK 9/11 möchte das politische und gesellschaftliche Denken und Handeln sowie unsere Wahrnehmung hinterfragen. Es zeigt die häufig vergessene Seite des Leids und führt die langanhaltenden Auswirkungen der
Terrorakte vor Augen. Das Projekt wird am 9. April im Panometer Leipzig eröffnet.

Die Ausstellung erstreckt sich über fünf weitläufige Räume im Außenrund des Panometers und nimmt die Besucher mit auf den Weg durch die vergangenen 20 Jahre. Raumbeherrschende Installationen zeigen die tiefgreifenden Folgen von 9/11 und sollen begreiflich machen, in welcher Konsequenz die Leben abertausender Menschen weltweit nach wie vor von diesem Tag geprägt sind. Die großen, komplexen Themen wie Kriegsführung, Kapitaleinsatz, Flucht und Vertreibung werden dabei genauso sichtbar wie ausgewählte Einzelschicksale.

Im Kontrast hierzu zeigt eine 32 Meter hohe Panorama-Installation das Gebiet rund um das World Trade Center am Morgen des 11. September 2001. Die Ereignisse des Terroranschlags selbst sind nicht zu sehen. Stattdessen befinden sich die Besucher plötzlich inmitten einer
bunten, geschäftigen und friedlichen Szenerie: dem Morgen unmittelbar vor den Angriffen. Ein typischer Herbsttag in Manhattan. Menschen jeglicher Herkunft eilen in ihre Büros, warten vor den Takeaways und strömen in Massen aus den U-Bahn-Ausgängen. Der Himmel ist wolkenlos und klar, Piloten nennen diese Wetterlage „severe clear“, harte Klarheit, mit unendlicher Sicht. Eine idealtypische Großstadtidylle. Nach dem Gang durch die vorherigen Ausstellungsräume ein surrealer Moment – und ein Rückblick auf eine vermeintlich heile Welt.

In dem historischen Gasometer sind Panoramen von Yadegar Asisi seit 2003 kontinuierlich zu sehen. Von hier ging die Renaissance der Panoramakunst aus. Derzeit wird „CAROLAS GARTEN – Eine Rückkehr ins Paradies“ gezeigt, das seit Januar 2019 die Besucher in die
exotische Makro-Welt des heimatlichen Gartens entführt und noch bis zum 27. März zu sehen sein wird. Die Panoramen des Künstlers sind neben Leipzig auch in Berlin, Dresden, Lutherstadt Wittenberg und Pforzheim zu sehen. Weitere Ausstellungsorte sind zudem in der Planungsphase.

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